#51

Ich glaube, ich sterbe, wenn ich Samstagabend echt zu dir kommen kann. Wirklich, ich sterbe dann. Spätestens vor deiner Haustür und ich merke, dass da jemand aufmacht. Und wenn da nicht, dann wenn ich dir ins Gesicht guck oder wenn ich merke, dass du gut riechst. Oder wenn wir uns zur Begrüßung umarmen. Oh mein Gott. Ich glaube, das würde der aufregendste Moment meines Lebens werden, wirklich. Und ich hab Angst vor dieser ersten peinlichen Stunde, wenn niemand was sagt und nichts passiert. Ich weiß auch nicht, was ich machen soll, wenn ich bei dir im Zimmer stehe. Erstmal Zimmer angucken, Routine. Aber dann? Was denn dann? Oh mein Gott. Ich bin ja jetzt schon nervös. Und wenn ich mir das so durchlese bin ich wie ein kleines Mädchen, welches sich auf den Weihnachtsmann freut. Aber dich zu sehen ist mindestens so toll wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.


Achja und wusstest du, dass ich jeden Abend wenn ich das schönste Lied von Kate Nash höre, mir süße Situationen vorstelle, wenn wir uns wiedersehen? Süße Situationen, die unwahrscheinlich sind, aber nicht unrealistisch. Und dann schlaf ich ein und träum von dir. Das erste Mal hab ich geträumt, dass du ein arrogantest Stück Dreck warst und dass du auf einmal mit mir in einer Klasse warst, dann, dass wir mit tausend Leuten in meinem Garten gezeltet haben und dann, dass wir uns auf einer Party gesehen haben, da hast du gut gerochen. Ich hab im Traum noch nie wirklich irgendwas gerochen und wenn doch, dann kann ich mich nicht dran erinnern. Aber an deinen Geruch schon. Ach, heftig. Bitte geh Samstagabend nicht feiern, sondern nimm dir Zeit für mich. Bitte.

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