#64

Ich sitze im Bus, freue mich nach dem langen Schultag auf Zuhause und auf's Wochenende. Beobachte ein bisschen die Leute, die vor der Schule rumlaufen, sind viele Lustige dabei. Dann rutscht mir mein Herz in die Hose. Nein, in die Socken. Ich sehe dich. Hab dich an deiner Jacke, der Größe, der Haarfarbe und den Schuhen erkannt. Oh mein Gott.

Später frage ich dich, ob du in unserer Schule gewesen bist. Ja, bist du. Wir schreiben ein bisschen. Irgendwann kommen wir auf das Thema, was du mir so alles angetan hast. Und ich erzähle dir, wie scheiße ich mich gefühlt habe, dass ich alles gelöscht habe. Dass ich am Boden zerstört war. Und du bedauerst es. Meinst, du hast dich danach selber nicht gut gefühlt. Du entschuldigst dich. Ständig, die ganze Zeit. Und sehr glaubwürdig. Ich nehm's dir ab. So kommt's, dass wir wieder den ganzen Tag durchschreiben. Im übrigen ist es ziemlich voraussehbar, dass wir auf dem kommenden Festival was haben werden. 



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