Nach einer gefühlten Ewigkeit ist mir dieser Blog hier wieder eingefallen. Ich liebe es, alte Texte zu lesen, die ich geschrieben habe. Häufig kann ich mich gar nicht mehr an die Gefühle, die ich zu dem Zeitpunkt hatte, erinnern. Ich hab irgendwie alles ein wenig dramatisiert und hab jedes Mal so getan, als wär die betreffende Person meine große Liebe gewesen. Aber bei der Person, über die ich als letztes geschrieben hab, war es anders.
Die 6 Monate mit dir waren mit Abstand die wundervollsten meines Lebens. Wir haben gelacht, gefeiert, so unendlich viele süße Momente gehabt. Ich war so gerne bei dir, ich hab mich in deiner Nähe zuhause gefühlt. Jedes Mal wenn wir uns gesehen haben, hab ich mich wie ein kleines Kind gefreut. Du warst meine absolute Nummer 1. Du warst perfekt, einfach perfekt. Im Endeffekt ist mir klar geworden, dass ich dich wirklich geliebt habe. Wirklich geliebt habe. Jedes Mal wenn ich an unsere Zeit denke, könnte ich wieder anfangen zu weinen. Und ich denke immer noch jeden Tag an dich, wirklich jeden. Dabei ist es über ein halbes Jahr her mit uns. Und ich trauer der Zeit immer noch hinterher.
Als das mit uns aus war, war ich fertig. Anders kann man das nicht sagen, ich war einfach fertig. Fertig mit dir, mit mir und mit meinem Leben. Ich denke, jeder Mensch hatte schon Selbstmordgedanken, im Sinne von "Was wäre wenn, ...", aber häufig keine ernsthaften. Ich habe bei solchen Gedanken immer im Hinterkopf, dass ich ja noch viel vor mir habe, viele Partys feiern werde und mir mein ganzes Leben praktisch noch bevorsteht. Doch da war mir alles egal. Es hat mich einfach einen Scheißdreck interessiert, was meine Freunde sagen. Hätte mir jemand Pillen und ne Flasche Vodka hingestellt, ich schwöre bei Gott, ich würde nicht mehr leben. Ich will mich in meinem Leben nicht noch einmal so scheiße fühlen. So benutzt und verletzt. Ich kann's kaum beschreiben. Ich schätze, das verstehen nur Leute, die selbst schon etwas ähnliches durchgemacht haben. Ich wünsche diese Lage jedenfalls niemandem, nicht meinem größten Feind. Sowas hat niemand verdient. Zu denken, man wäre nichts mehr wert, das eigene Leben wäre nichts mehr wert. Nichts wäre mehr irgendwas wert.
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