#79

Ich will alles aufschreiben, alles aus mir heraus schreiben, wie ich mich fühle, wenn ich an dich denke. Ich bin überglücklich und todtraurig zugleich. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Und noch weniger weiß ich, womit ich dich verdient habe. Ich tu dir so oft weh, ich gebe dir so oft das Gefühl, dass du mir nicht vertrauen kannst und eigentlich bin ich sowieso nicht das, was du gerne hättest, aber trotzdem bleibst du bei mir. Und ich habe wirklich Hoffnung. Ich habe Hoffnung, dass unsere Probleme, die wir jetzt haben, irgendwann unwichtig werden im Vergleich zu dem, was wir vielleicht irgendwann mal alles miteinander erlebt haben. Dass es irgendwann mal so viel wichtigere Dinge gibt, als sich darüber Gedanken zu machen, ob man zusammenpasst. Dass du aufhörst zu bereuen, dass du mit mir zusammengekommen und geblieben bist. Ich würde nichts lieber tun, als dich dein restliches Leben lang glücklich machen. Ich will, dass du mich irgendwann ansiehst und dir selbst sagst, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, bei mir zu bleiben. Aber im Moment habe ich eher das Gefühl, dich beisammen halten zu müssen. Ich habe das Gefühl, dass ich die Kontrolle über die Situation verliere und darüber, was du von unserer Beziehung denkst. Es fühlt sich so an, als müsste ich einen Weg finden, alles zusammen zu halten, als könnte ich nicht einfach da sitzen und das alles so hinnehmen. Es fühlt sich so an, als müsste ich dich an mich ketten, damit du bei mir bleibst. Als würde ich versuchen müssen in einem Regenschauer jeden Tropfen aufzufangen. Ich kann dich einfach nicht jetzt schon wieder verlieren. Ich will und ich kann nicht. Wieso ist es so schwer? Es war doch Schicksal, dich zu treffen. Wieso wird uns alles so schwer gemacht. Warum können wir nicht einfach glücklich zusammen sein. Ich habe Fragen, auf die mir niemals jemand eine Antwort geben kann, egal, wie sehr ich danach suchen werde. Für mich ergibt das keinen Sinn, wieso werden wir zusammengeführt und dann soll's das einfach wieder gewesen sein? Ich hab überhaupt keine Worte dafür, wie viel ich für dich empfinde, was du mir bedeutest, für was für einen besonderen Menschen ich dich halte und wie glücklich du mich allein mit deiner Anwesenheit machst. Mit deinem Lächeln. Mit deiner verrückten Art. In den Momenten, in denen du nur daran denkst, wie es mir geht und nicht daran, wie es dir geht und du mich in den Arm nimmst, obwohl dir kein Mensch übel nehmen würde, wenn du einfach aufstehen und gehen würdest. In den Momenten, in denen du neben mir liegst und du einfach nur gekrault werden möchtest und man dich damit kurz zum glücklichsten Menschen der Welt machen kann. In den Momenten in denen wir nachts zusammen im Bett liegen, uns anschauen und darüber reden, wie doll wir uns lieben und was das eigentlich alles für eine bescheuerte, aber gleichzeitig süße Geschichte ist, die man gerne erzählen wird. In den Momenten, in denen wir die gleichen Sachen denken, in denen wir uns verbunden fühlen und in den Momenten, in denen wir uns darüber freuen, dass wir auch irgendwie beste Freunde sind. Selbst in den Momenten, in denen ich dich betrunken zu irgendwelchen Familienfeiern mitnehme, selbst da machst du mich irgendwie glücklich. Dich findet man kein zweites Mal. Und ausgerechnet ich habe dich gefunden. Und was man gefunden hat, darf man behalten.

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